Mein Partner hat bereits eine Rechtsschutzversicherung. Was muss ich tun?

Wenn Sie sich entschließen, mit ihrem Lebenspartner zusammenzuziehen oder Sie jetzt geheiratet haben und aufgrund dessen zusammen ziehen wollen, dann können Sie beide auch bestimmte Versicherungen zusammenlegen. Dies gilt auch für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften.

Zu den zusammenlegbaren Versicherungen gehört auch die Rechtschutzversicherung. Die Grundvoraussetzung für eine Zusammenlegung ist, dass Sie auch wirklich in einer häuslichen Gemeinschaft leben. Dies dokumentieren Sie rechtlich beispielsweise durch die Eintragung Ihres Partners im zuständigen Melderegister.

Bei der so bestehenden Doppelversicherung kann ein Vertrag gekündigt werden. In der Regel ist dies bei gleichen Vertragsleistungen der jüngere Versicherungsvertrag. Hat dieser allerdings ein umfangreicheres Leistungspaket als der alte, so kann stattdessen auch der ältere Vertrag gekündigt werden.
Sie können einen der bestehenden Versicherungsverträge auch in eine Familienrechtschutzversicherung umwandeln. Damit wären sowohl Ihr Partner als auch dessen mögliche Kinder in dieser Rechtsschutzversicherung beitragsfrei eingeschlossen.

Wichtig für den Versicherungsschutz ist, dass der Versicherer von Ihnen durch namentliche Nennung über den zusätzlichen Versicherungsnehmer informiert wird. Der eigentliche Versicherungseinschluss Ihres Partners erfolgt dann mit der Aktualisierung des Versicherungsscheins. Mit dem neuen Versicherungsschein sind dann alle zur der neuen „Familie“ gehörenden Mitglieder versichert.

Beachten Sie bitte, dass sowohl bei der Aufnahme Ihres Lebenspartners in Ihre Rechtschutzversicherung als auch bei der Überführung Ihres Versicherungsvertrages in einen Familienrechtschutzversicherungsvertrag die Wartzeit je nach Versicherer neu beginnen kann, wenn die Zeit für die zuvor bestehende Rechtschutzversicherung nicht vom Versicherer mit der Wartezeit verrechnet wird. Die Wartezeit beträgt in der Regel drei Monate. Damit genießen Sie während dieser Zeit in aufkommenden Schadensfällen keinen Versicherungsschutz.

Für Versicherungsnehmer mit dem gleichen Versicherungsvertrag gilt, dass diese keine rechtlichen Streitigkeiten untereinander über die Rechtschutzversicherung austragen können.