Warum sind die Tarife für Selbständige teurer?

Grundsätzlich sind die Tarife für Selbstständige beispielsweise im Privat-Rechtschutz teurer als eine gleichwertige Rechtschutzversicherung für Nichtselbstständige, weil nach der Statistik die Selbstständigen sich im privaten Bereich häufiger gerichtlich auseinandersetzen als die Nichtselbstständigen. In diesem Privat-Rechtschutz sind dann aber noch nicht die Kosten für eventuelle Streitigkeiten im Rahmen der selbständiger Tätigkeit mitversichert.

Bei manchen Versicherern kann auch der Selbstständige sich zu Tarifen, wie sie für Angestellte gültig sind, versichern. Dabei müssen aber Umsatzgrenzen eingehalten werden. So darf dann beispielsweise der Jahresumsatz aus einer selbstständigen Tätigkeit nicht über 6.000 Euro steigen. Auch in diesem Fall gilt, dass die Kosten für eventuelle Streitigkeiten im Rahmen der selbständiger Tätigkeit nicht mitversichert sind.

Von vielen Versicherungsunternehmen werden Kombiangebote mit Einschluss des privaten und unternehmerischen Bereiches angeboten. Auch diese Angebote sind teurer als für Nichtselbständige. Der Vorteil ist, dass diese aber in der Regel gleich wieder von der Steuer in Abzug gebracht werden können.

Von den monatlichen Beträgen her unterscheiden sich die meisten Rechtschutzversicherungen nicht voneinander. Wichtig ist nur auch wieder zu beachten, dass Sie sich die Versicherungsbedingungen im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung genau durchlesen, um im Schadensfall nicht eine böse Überraschung zu erleben und gegebenenfalls aufgrund des großen Kostenrisikos auf eine rechtliche Auseinandersetzung verzichten müssen.