Was muss man beim Anbieterwechsel beachten?

Wenn Sie beispielsweise einen Rechtschutzanbieter gefunden haben, der das geforderte Leistungspaket Ihrer Rechtschutzversicherung preiswerter anbieten kann als Ihr jetziger Versicherer, dann können Sie zu diesem Rechtschutzversicherer nur über dem Weg der ordentlichen Kündigung wechseln. Alternativ besteht ein Wechsel nur über dem Weg der außerordentlichen Kündigung, bei der Sie bei einer Tariferhöhung dem Versicherer sofort kündigen können.

Die Rechtschutzversicherungen laufen je nach Versicherer und Versicherungsabschluss in der Regel ein Jahr. Grundsätzlich können Sie Ihren bestehenden Rechtschutzversicherungsvertrag zum Ende der Vertragslaufzeit bzw. des Versicherungsjahres problemlos kündigen. Je nach Versicherungsbeginn, der aus Ihren Versicherungsunterlagen zu ersehen ist, kann dieser entsprechend gekündigt werden.

Bei einem eventuell anstehenden Wechsel des Versicherers sollten Sie in erster Linie auch die Wartezeiten des neuen Versicherungsvertrages beachten. Hierbei wird häufig die bisherige Laufzeit Ihrer Rechtschutzversicherung auf die Wartezeit der neuen Versicherung angerechnet. Dabei sollte bestenfalls die Wartezeit des neuen Vertrages wegfallen, um nicht eine zeitliche Unterbrechung zwischen dem Versicherungsschutz zwischen Ihrem Vorversicherer und dem Anschlussversicherer zu riskieren.
Wird die Wartezeit nicht entsprechend angerechnet, so werden für eventuell in der Zwischenzeit anfallende Rechtsstreitigkeiten während der Wartezeit kein Versicherungsschutz vom Versicherer gewährt.